DIN 70020 & Korrekturfaktor – Leistung vergleichbar machen
Zwei identische Autos, zwei Messtage, zwei verschiedene PS-Werte – ganz ohne Umbau. Schuld ist die Luft. Die DIN-70020-Korrektur rechnet Leistungswerte auf Normbedingungen um, damit Messungen überhaupt vergleichbar werden. Hier verständlich erklärt.
Warum die Umgebung die Leistung verändert
Ein Saugmotor zieht seine Leistung aus der angesaugten Luftmasse. Diese hängt von der Luftdichte ab – und die wiederum von Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte. Kalte, dichte Luft = mehr Leistung; warme, dünne Luft (oder Höhenlage) = weniger. Ohne Korrektur misst du also teils das Wetter, nicht den Motor.
Was die DIN-70020-Korrektur macht
Sie normiert die gemessene Leistung auf definierte Bezugsbedingungen (u. a. 20 °C, 1013 hPa). Aus den aktuellen Umgebungswerten wird ein Korrekturfaktor gebildet und auf die Messung angewandt. So sind Läufe an verschiedenen Tagen oder Orten fair vergleichbar.
- Eingang: gemessene Leistung + Temperatur + Luftdruck
- Ausgang: auf Normbedingungen korrigierte Leistung
- Nutzen: Vorher/Nachher-Vergleiche ohne Wetter-Verzerrung
DIN vs. EWG vs. SAE
Es gibt mehrere Normen mit leicht unterschiedlichen Bezugsbedingungen und Annahmen zu Nebenaggregaten (z. B. DIN 70020, EWG/ECE, SAE). Die korrigierten Werte fallen dadurch minimal unterschiedlich aus. Wichtig: Vergleiche immer nur Werte derselben Norm – sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
In Schaitel automatisch
Bei der mobilen Leistungsmessung erfasst Schaitel Temperatur und Luftdruck und korrigiert nach DIN 70020 – zusammen mit dem Ausrollversuch für die Fahrwiderstände. Mehr zum Gesamtkonzept: mobiler Prüfstand per App.
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Leistung normiert messenHäufige Fragen
Was ist die DIN-70020-Korrektur?
Sie rechnet eine gemessene Motorleistung auf genormte Umgebungsbedingungen um (Bezug u. a. 20 °C, 1013 hPa). Dadurch werden Messungen unabhängig von Wetter und Höhe vergleichbar.
Warum braucht man einen Korrekturfaktor?
Luftdichte schwankt mit Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte. Ein Saugmotor leistet bei kalter, dichter Luft mehr als bei warmer, dünner Luft. Der Korrekturfaktor gleicht diesen Umgebungseinfluss aus.
Was ist der Unterschied zwischen DIN, EWG und SAE?
Es sind unterschiedliche Normen mit leicht abweichenden Bezugsbedingungen und Nebenaggregat-Annahmen. Dadurch fallen die korrigierten Werte je nach Norm etwas unterschiedlich aus – wichtig ist, Werte nur innerhalb derselben Norm zu vergleichen.
Wie stark verändert die Korrektur den Wert?
Meist im einstelligen Prozentbereich. Genau deshalb ist sie wichtig: Ohne Korrektur kann allein das Wetter Vorher/Nachher-Vergleiche verfälschen.